Die Stadtrundgänge

„Bern im goldenen Zeitalter“

Louise du Rocher beginnt den Rundgang vor dem Käfigturm am Bärenplatz. Wie sah das Stadtbild Berns während der Barockzeit aus, wieviele Einwohner zählte die Zähringer-Stadt und wie setzte sich die Gesellschaft zusammen? 


Vor dem mächtigen Kornhaus erzählt sie vom „Zehnten“, von den damaligen Essgewohnheiten und welche Tischsitten bei den Patriziern galten. 


In der Rathausgasse geht es um barocke Häuser und Wohnkultur, und vor dem stattlichen Rathaus erklärt Louise du Rocher die seltsamen Praktiken des Ancien Régime und die Bedeutung der „Barettlitöchter“.

An der Kreuzgasse zeigt sie den ehemaligen Standort des „Blutgerichts“ und spricht über Hinrichtungsarten und die Arbeit des Scharfrichters.

Vor dem Münster-Haupteingang redet sie über die Veränderung des Glaubens an der Schwelle zur Aufklärung. 


Beim „Hôtel de Musique“, ein Bijou barocker Architektur, kommen die Vergnügungen der Oberschicht zur Sprache, und in der Nähe des früheren Standortes des alten barocken Spitals der Stadt wirft Louise einen kurzen Blick auf barocke Hygiene und Krankheiten. 

Schliesslich singt sie vor dem Zeitglockenturm einen Hit aus dem Jahre 1794, der das neue Zeitalter der Aufklärung einläutete.


„800 Jahre Frauengeschichte“

Louise du Rocher stellt auf diesem Rundgang 7 Frauen vor, die in Bern während verschiedener Zeitepochen gelebt haben. Sie beginnt am Bundesplatz und gibt einen

kurzen Einblick ins Mittelalter, als die Frauen rechtlos waren und bevormundet wurden.


Den Auftakt macht Anna Seiler, in dieser Zeit eine der reichsten Bernerinnen. Als Witwe spendete sie ihr Vermögen für die Gründung eines Spitals. Eine Brunnenfigur aus dem 16. Jahrhundert erinnert an sie. 

Vor dem Käfigturm lebt Katharina von Wattenwyl aus der Barockzeit auf. Als Amazone und Spionin für den französischen König Ludwig XIV. ging sie in die Geschichte ein. Sie war eine sehr mutige Frau.

Ebenso Meret Oppenheim aus dem 20. Jahrhundert, die als surrealistische Künstlerin einen modernen Brunnen für den Waisenhausplatz realisierte. Mit ihrem Kunstobjekt „Pelztasse“ wurde sie weltberühmt. 


Stadtbekannt und hochintelligent war die Berner Salonière Julie Bondeli. Sie lebte im Zeitalter der Aufklärung und führte einen Salon für Gelehrte aus dem In- und Ausland.

Auf dem Münsterplatz treffen wir auf Madame de Meuron. Warum sie stets schwarz gekleidet war und halb Deutsch, halb Französisch redete? Louise deckt das Geheimnis auf und spricht wie Madame de ...


Vor dem Haupttor des Münsters mit dem Jüngsten Gericht aus Berns katholischer Vergangenheit, erzählt Louise, welches Schicksal eine Kindsmörderin ereilte. 

Dann flaniert sie auf der Münsterplattform durch ihren „Jardin de Plaisir“, oder sie geht kurz ins Münster hinein. In der Junkerngasse erinnert sie an Cäcilia von Rodt, die um 1903 eine Weltreise unternahm. 


Den Abschluss macht Louise mit Mileva Einstein an der Kramgasse. Sie war eine begabte Mathematikerin, die in bescheidener Manier zur Weltberühmtheit ihres Mannes beitrug.